Schneller, smarter, effizienter – schließlich leben wir im digitalen Zeitalter, einziger Haken: Wir brennen kollektiv aus. Besonders Frauen. Besonders schnelle Gehirne. Besonders Menschen mit vielen unterschiedlichen Aufgaben – Stichtwort Multi-Tasking, auch wenn das Wort irreführend ist. Familienarbeit ist noch immer Frauensache, unbezahlte Kümmerarbeit auch, Der Gendergap zieht sich durch alle Bereiche – und so werden Frauen nicht nur seltener sondern auch viel später diagnostiziert. Ging die Medizin bis vor kurzem doch noch davon aus – ADHS bei Frauen, das gibt es nicht. Die Folgen: unlustig.
Vereinbarkeitstheater
Mit zunehmender Geschwindigkeit – ein Hoch auf die Technik – wird es für Frauen immer noch unmöglicher mitzuhalten: zwischen Beruf, Familie, Erwartungen und Selbstoptimierung. Die Frau müsste schon eine Superheldin sein. Vereinbarkeit ist Powerfrauen vorenthalten und Männern – aber nur solange sie Willens sind, die Familie hintenanzustellen. Ein System, das vorsieht, Väter sollen sich weder einfühlen noch in die Familienarbeit einfügen während Frauen in erfundene Mütterpflichten gequetscht werden – völlig unabhängig davon, ob sie Kinder haben oder nicht. Denn selbstverständlich werden auch kinderfreie Frauen in Kümmerrollen hineingedrängt. Dass Begriffe wie Powerfrauen und Superheldin problematisch sind ist klar, oder? Falls nicht, lass uns reden.
Was das mit KI und ADHS zu tun hat
Wenn du ein Gehirn hast, das permanent vernetzt denkt, alles gleichzeitig wahrnimmt und sich für alles interessiert, dann klingt die digitale Welt erstmal wie ein Paradies: unendlich viele Möglichkeiten, Inspiration, Austausch. Doch genau das wird zum Problem. Die Welt ist lauter, bunter, schneller als je zuvor. Logische Konsequenz für Frauen: noch etwas mehr Anstrengung aufbringen, sich anzupassen, bloß nicht negativ aufzufallen. Also noch strukturierter, fokussierter, disziplinierter sein, eben alles was dich so viel Anstrengung kostet – als würdest du versuchen, aus einem Feuerwerk eine Excel-Tabelle zu machen. Es funktioniert nicht und am Schluss brennt’s. Und überhaupt, es soll auch nicht funktionieren: Schluss sich selbst mit noch mehr To-do-Listen und Kalendern zu bestrafen – mit Eintragungen, die zusätzlich noch dazu kommen. Her mit Systemen, die Arbeit abnehmen, die Druck rausnehmen, die übernehmen, statt anfeuern.
KI – Logik emotionsbefreit
Soll doch die KI übernehmen, was uns langweilt, nervt, unverhältnismäßig viel Zeit und Energie kostet – für mittelmäßige Ergebnisse. Künstliche Intelligenz analysiert, kombiniert, verknüpft und generiert neue Ideen. Der Unterschied? Der KI ist es völlig egal, ob die Aufgabe bedrohlich, dringend oder langweilig ohne Ende ist. Du hast vielleicht kein Gefühl für Zeit oder Konsequenzen, die KI arbeitet unbekümmert weiter. Du liebst das Chaos, brauchst aber die Ordnung (auch wenn du das nicht zugeben möchtest)? Was, wenn wir überlastetes Menschenhirn und KI zusammendenken? Beide sind netzwerkartig, chaotisch-kreativ und reizoffen. Die KI soll uns nicht trainieren, strukturierter vorzugehen, besser zu organisieren und priorisieren, sie soll das übernehmen. Wichtig: Nach unseren Anweisungen, in unserem Auftrag. Denn selbstverständlich wüssten wir wie’s geht, hat man uns das doch jahrelang versucht einzutrichtern. Anmerkung: Ja, kognitiv haben wir das schon mit 5 Jahren verstanden, aber Danke fürs Erinnern.
Coaching-Ansatz: KI als Entlastungswerkzeug
Künstliche Intelligenz als Tool, das dich schneller macht, damit du mehr schaffst? Ein Tool, das dich zur Hochleistungsmaschine macht, eine Maschine, die ganz viel leisten muss? Bitte nicht! Das ist kein förderlicher Ansatz! Ganz im Gegenteil. Verwende KI nicht als Antreiber sondern als Entlastung – für mehr Freiheit. Stell dir vor, was möglich ist, wenn das, was dich am meisten Kraft kostet, ausgelagert ist:
- KI übernimmt Routinen, die dich langweilen oder unterbrechen.
- Automationen auf dem Smartphone erledigen Dinge, bevor sie dich stressen.
- KI hilft dir, Gedanken zu sortieren, Texte zu strukturieren und Ideen festzuhalten, bevor sie verpuffen.
- Du delegierst – nicht an Menschen, die selbst überlastet sind, sondern an Maschinen. Und das ist kein Kontrollverlust. Das ist Führung.
Von der Theorie zur Entlastung
Technologie kann ein Werkzeug der Selbstbestimmung werden – wenn sie nicht antreibt, sondern entlastet. Für viele Frauen könnte KI eine richtig willkommene Chance sein: Nicht schneller, nicht mehr, sondern leichter. Nicht mehr Disziplin, sondern weniger Reibungsverlust.
Digitale Tools, die wirklich helfen
In den nächsten Tagen und Wochen folgen hier auf der Seite sowie im Newsletter praxisnahe Tools und Einschätzungen. Ganz konkret:
- iPhone-Kurzbefehle, die dir Aufgaben abnehmen, statt dich zu überfordern.
- KI-basierte Routinen, die deine mentale Last reduzieren.
- Automationen für „Ablenkungsfreie Zone“ und mehr Freiheit
- Praktische Tipps für Arbeit, Studium oder Schule
- To-Do-Liste Clean up – raus mit den zusätzlichen To-Dos – ausschließlich Basics
Sind diese Digihacks das Richtige für dich?
Wenn du wissen möchtest, ob dieser Ansatz zu dir passt, beantworte den Mini-Selbsttest „DigiHack: Entlastung statt Selbstoptimierung“. Er zeigt dir, ob KI-Tools und smarte Shortcuts dein Leben vereinfachen könnten oder so gar nicht zu dir passen. Und damit du auch sicher keine Digihacks und andere kleine Alltagshelferlein verpasst, lass schon mal deine Email-Adresse da, dann kommen die Updates direkt in dein Postfach geflattert.

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